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Sonntag, 16. Dezember 2012

Der Samstag Morgen- Gutachtertermin

Direkt den Samstag drauf, also den 15.12.2012 hatten wir einen Termin mit unserem Gutachter ausgemacht. Da Termine mit Bauleiter, Architekt, Gutachter und auch Bauherren selbst sehr schwer zu koordinieren sind, erst Recht mit einem Fertighaus was von einer Baukollone binnen vier Tagen errichtet wird, mussten wir nochmal mit dem Gutachter alleine durchrennen.
Aus den drei Mängeln wurden dann leider ganze Dreizehn.... Nichts schlimmes, gravierendes, aber immerhin. Man hat deutlich gesehen, dass dieser genau hingesehen hat, sich Zeit für den Bau genommen hat.

So hat er uns einige Risse und Löcher in der Unterspannbahn vom Dach gezeigt. Diese Bahn ist SEHR wichtig, denn sollte es unter die Dachziegel regnen, egal ob nun durch eine kaputte Pfanne oder simpel durch einen zu starken Wind, soll das Wasser auf eben dieser Bahn in die Rinne geführt werden. Durch eine Beschädigung der Bahn würde das Wasser allerdings ins Haus eindringen und alles Jenseits der Dampfbremsfolie beschädigen. Einen Schaden in der Bahn hätte man so schnell im ausgebauten Zustand nicht mitbekommen, im schlimmsten Fall würde Schimmel einen großen Teil vom Dach und die Wände besetzen ehe man irgendwann etwas davon mitgekommen würde. Unser Architekt hat da leider überhaupt nicht drauf geachtet.


In den Deckenwänden waren teilweise größere Löcher.

 
Eine Treppenhauswand war irgendwie komplett "verbeult". Warum diese Wand so einen Bauch hatte, konnten wir uns nicht erklären, wussten aber gleich, dass diese Stelle doch schnell ausgebessert werden sollte.

Ein paar Eisen, welche sich unterhalb der Wände befinden, wurden nicht mit der Bodenplatte verbunden und hingen noch lose unten, auch das kam in die Mängelliste.

Das mit dem verbogenen Fensterholm war natürlich auch mit dem Gutachter noch einmal Thema, hier haben wir noch ein paar sehr nützliche Tips bezüglich ProHaus und Mängelbeseitungsverfahren- bzw. erfahrungen erhalten. Wir sollen, ganz wichtig, am Ball bleiben und uns direkt nächsten Jahr an die Abarbeitung vom Fensterproblem kümmern. Denn laut seiner Erfahrung kommt es gerne mal vor, dass bei solchen Sachen gerne auf Zeit gespielt wird und damit teils erfolgreich auf ein Einstellen hingearbeitet wird. Heißt, sollten wir mit dem Ausbau unseres Hauses irgendwann schon sehr weit Fortgeschritten sein, würden wir wohl auch diesen verbogenen Holm stehen lassen, damit leben, als ein Fenster rausreißen zu lassen und die Wand nochmal komplett neu zu machen. Da wir Klinker haben ist ein Fenstertausch ein großer Akt.


Aber im Großen und Ganzen wie gesagt nur kleinere Mängel, alles im normalen Bereich- wenn man bei Baumängel schon von normal sprechen darf. :D  Die Liste hatten wir relativ schnell per Email erhalten und über unseren Architekten an ProHaus weiterleiten lassen.

Mal abwarten!

Freitag, 14. Dezember 2012

Rohbauabnahme mit Architekt

Eigentlich viel zu früh, aber dennoch durchgezogen; die Abnahme des Rohbaus.
Denn der Bautrupp hätte gerne noch ein wenig mehr Zeit gehabt, musste sich aber dem Terminplaner vom Architekten beugen, denn dieser hatte leider nur zwischen 12:00 und 13:00 Zeit.
Heißt: vom ersten Tage der Hausmontage bis zur Abnahme vergingen gerade mal dreieinhalb Tage. Da der Truppe ja etwas später begonnen hatte, eigentlich nur drei Tage...

Der Architekt hatte außen alle wichtigen Maße aufgenommen (hoffen wir natürlich) und kam nach einer kurzen Zeit wieder ins Haus rein. Natürlich genau in diesem Moment überraschten mich zwei Arbeitskollegen, um die ich mich natürlich bedingt durch die Abnahme nicht kümmern konnte.
Dem Architekten fiel auf, dass zwei Windanker (Eisen von Wand zur Bodenplatte) fehlten und das die Bodenplatte an einer Stelle etwas zu Klein geworden ist. Die Windanker sollte der Kundendienst verbessern, die Bodenplatte muss dann kurz vorm Maurertermin angepasst werden.
Kontrollierten noch ein paar Wände mit der Wasserwaage, ob diese denn auch im Lot sind. Alle Fenster wurden auf Funktion getestet, der Architekt hatte mir dabei die ganze Zeit ein paar Dinge von seinem Bogen/Unterlagen runtergebetet und abgehakt.
Bei der Kontrolle der Fenster ist mir dann noch glücklicherweise aufgefallen, dass im Wohnzimmer eines der großen Fenster einen Schaden hat. Ein Holm ist sehr nach außen verbogen, deswegen schließt auch das Fenster sehr schwer. Dicht ist das Fenster zwar, aber unschön ist es- natürlich sieht man das als Bauherr immer etwas anders als die Baufirmen. Beim offenen Fenster ist der Holm weiter verzogen als beim geschlossenen, was also bedeutet, dass der Rahmen sich beim Schließen des Fensters anpasst. Der Herr Architekt und Oberbauleiter nahmen zur Akte, dass das im Frühjahr nochmal genauer angesehen wird und dann entschieden wird, wie damit umgegangen werden soll. Ich hingegen plädierte fürs direkte austauschen, da ich nicht davon ausgehe dass sich das massive Holz um 5 mm wieder zurückzieht. Außerdem wird ein Fenstertausch nach Fertigstellung des Innenausbaus und erst Recht der Fassade sehr aufwendig.

Währenddessen und auch nach der relativ raschen Verabschiedung des Architekten arbeitete der Trupp am Haus weiter und stellte dieses fertig! Nach Beseitigung des groben Dreckes in- und um das Haus herum sowie dem Aufräumen aller Werkzeuge, gab es eine kleine Verabschiedung und schon stand ich am Donnerstag Abend ganz alleine vor einem großem Haus, eingepackt im Geschenkgerüst.

Auch bei der Abnahme gab es mal wieder eine kleine Überraschung: Mir wurde noch mitgeben, dass man nicht in den Rohbau einziehen darf solange eine Bautreppe vorhanden ist.... Für mich überraschend, da zur Vertragsunterzeichnung noch gesagt wurde, dass wir erst ein- zwei Zimmer fertigstellen können, einziehen könnten und Vorort den Rest ausbauen könnte.
Naja, aber aus den Wolken hat es mich dann doch nicht gehauen, wohl bin ich schon zu viel von den Verkäufern gewohnt. :D