Direkt den Samstag drauf, also den 15.12.2012 hatten wir einen Termin mit unserem Gutachter ausgemacht. Da Termine mit Bauleiter, Architekt, Gutachter und auch Bauherren selbst sehr schwer zu koordinieren sind, erst Recht mit einem Fertighaus was von einer Baukollone binnen vier Tagen errichtet wird, mussten wir nochmal mit dem Gutachter alleine durchrennen.
Aus den drei Mängeln wurden dann leider ganze Dreizehn.... Nichts schlimmes, gravierendes, aber immerhin. Man hat deutlich gesehen, dass dieser genau hingesehen hat, sich Zeit für den Bau genommen hat.
So hat er uns einige Risse und Löcher in der Unterspannbahn vom Dach gezeigt. Diese Bahn ist SEHR wichtig, denn sollte es unter die Dachziegel regnen, egal ob nun durch eine kaputte Pfanne oder simpel durch einen zu starken Wind, soll das Wasser auf eben dieser Bahn in die Rinne geführt werden. Durch eine Beschädigung der Bahn würde das Wasser allerdings ins Haus eindringen und alles Jenseits der Dampfbremsfolie beschädigen. Einen Schaden in der Bahn hätte man so schnell im ausgebauten Zustand nicht mitbekommen, im schlimmsten Fall würde Schimmel einen großen Teil vom Dach und die Wände besetzen ehe man irgendwann etwas davon mitgekommen würde. Unser Architekt hat da leider überhaupt nicht drauf geachtet.
In den Deckenwänden waren teilweise größere Löcher.
Eine Treppenhauswand war irgendwie komplett "verbeult". Warum diese Wand so einen Bauch hatte, konnten wir uns nicht erklären, wussten aber gleich, dass diese Stelle doch schnell ausgebessert werden sollte.
Ein paar Eisen, welche sich unterhalb der Wände befinden, wurden nicht mit der Bodenplatte verbunden und hingen noch lose unten, auch das kam in die Mängelliste.
Das mit dem verbogenen Fensterholm war natürlich auch mit dem Gutachter noch einmal Thema, hier haben wir noch ein paar sehr nützliche Tips bezüglich ProHaus und Mängelbeseitungsverfahren- bzw. erfahrungen erhalten. Wir sollen, ganz wichtig, am Ball bleiben und uns direkt nächsten Jahr an die Abarbeitung vom Fensterproblem kümmern. Denn laut seiner Erfahrung kommt es gerne mal vor, dass bei solchen Sachen gerne auf Zeit gespielt wird und damit teils erfolgreich auf ein Einstellen hingearbeitet wird. Heißt, sollten wir mit dem Ausbau unseres Hauses irgendwann schon sehr weit Fortgeschritten sein, würden wir wohl auch diesen verbogenen Holm stehen lassen, damit leben, als ein Fenster rausreißen zu lassen und die Wand nochmal komplett neu zu machen. Da wir Klinker haben ist ein Fenstertausch ein großer Akt.
Aber im Großen und Ganzen wie gesagt nur kleinere Mängel, alles im normalen Bereich- wenn man bei Baumängel schon von normal sprechen darf. :D Die Liste hatten wir relativ schnell per Email erhalten und über unseren Architekten an ProHaus weiterleiten lassen.
Mal abwarten!